Führung ist vergleichsweise einfach, wenn Ziele klar sind, Rollen geklärt und Entscheidungen vorbereitet werden können.
Die eigentliche Führungsleistung zeigt sich dort, wo diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind: unter Druck, bei Unsicherheit, in Situationen, in denen Emotionen wirken und Verantwortung trotzdem übernommen werden muss.
Diese Keynote beschäftigt sich mit der Frage, wie Führung in genau solchen Momenten wirksam bleibt – ohne Aktionismus, ohne Rückzug und ohne den Versuch, Kontrolle zu erzwingen.
Die zentrale Fragestellung
Im Zentrum steht eine klare Leitfrage:
Wie handle ich verantwortlich, wenn Kontrolle begrenzt ist, Emotionen wirken und Entscheidungen trotzdem notwendig sind?
Die Keynote macht sichtbar, wie Druck Wahrnehmung verengt, wie Schutzmuster Entscheidungen beeinflussen und warum Stärke unter Druck eine andere Qualität braucht als im Normalbetrieb.
wie Stress Wahrnehmung verengt und Urteile beschleunigt
warum Führung unter Druck selten auf Wissen, sondern auf innere Muster zurückgreift
welche typischen Fehlreaktionen unter Druck auftreten (Aktionismus, Vermeidung, Überanpassung)
und warum diese Reaktionen menschlich, aber keine Führung sind
Dabei geht es nicht um Bewertung, sondern um Bewusstheit.
Präsenz als zentrale Führungsleistung
Ein Schwerpunkt der Keynote liegt auf einem oft missverstandenen Begriff: Präsenz.
Präsenz bedeutet nicht Charisma oder Sicherheit. Präsenz bedeutet, in Spannung ansprechbar zu bleiben, auch wenn es unbequem wird.
Präsenz bedeutet nicht, alle Probleme sofort zu lösen. Sie heißt, den Raum zu halten, damit Entscheidungen möglich bleiben und andere handlungsfähig werden.